Der Wesenstest in Bayern

 Der Wesenstest

Wer benötigt einen Wesenstest?

Die Kategorie 2 der Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit enthält die Rassen, denen die Aggressivität widerlegbar unterstellt wird. Der Halter hat die Möglichkeit, der Gemeinde durch ein Gutachten von einem Sachverständigen zu beweisen, dass sein Hund die unterstellten Eigenschaften nicht besitzt. Er erhält ein Negativzeugnis und darf den Hund dann halten und mit ihm bei Bedarf züchten. Das Negativzeugnis kann allerdings mit Auflagen verbunden werden, je nachdem wie der Hund sich im Wesenstest verhält und was der Gutachter und die Gemeinde als Sicherheitsmaßnahmen für angebracht empfinden.

Welche Rassen fallen unter die Kategorie 2 der Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit?

Alano

American Bulldog

Bullmastiff

Bullterrie

Cane Corso

Dog Argentino

Dogue de Bordeaux

Fila Brasileiro

Mastiff

Mastin Espanol

Mastino Napoletano

Perrode Presa Canario (Dogo Canario)

Perrode Presa Mallorquin

Rottweiler

Dies gilt auch für Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen als den von Absatz 1 erfassten Hunden.

Welches Alter müssen die Hunde haben?

Das Alter zur Abnahme des Tests beträgt meist 18 Monate.

Beim Erwerb von Welpen und Junghunden der Kategorie 2 muss der Hund bei der Gemeinde gemeldet werden und ein vorläufiges Negativzeugnis ausgestellt werden. Der Halter muss dieses Negativzeugnis beantragen, ansonsten ist das Halten eines solchen Hundes strafbar.

Wie läuft der Wesenstest ab?

Die Wesensüberprüfung unterliegt festgeschriebenen Standards.

Der Halter füllt einen Fragebogen zu seinem Hund aus und der Hund bekommt von einem Tierarzt eine Allgemeinuntersuchung.

Anschließend werden in einem praktischen Test unterschiedliche Situationen mit Menschen und anderen Hunde gestellt und der Gehorsam des Hundes überprüft.

Wer darf den Wesenstest abnehmen?

Nur Sachverständige oder Menschen mit einer besonderen Qualitfikation (z.B. Tierärzte mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie) dürfen den Wesenstest abnehmen und anschließend ein Gutachten verfassen

Das Gutachten wird anschließend bei der Gemeinde eingereicht und diese entscheidet schlussendlich über eventuelle Auflagen für den Hund und seinen Halter.

Für nähere Informationen zum Ablauf wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter.

 

Wir freuen uns jederzeit über Ihren Anruf!